Kurz nach der Rückkehr aus dem Trainingslager Mallorca machten sich die Kaderathleten*innen des RTV auf den Weg nach Halle/Saale, wo mit der Deutschen Meisterschaft im Duathlon das erste Saisonhighlight auf dem Programm stand. „So kurz nach dem harten Trainingslager waren die Erwartungen eigentlich nicht ganz so hoch“, formulierte Landestrainer Gerd Uhren die Ziele eher vorsichtig. Aber seine Schützlinge sollten ihn im Verlauf des Wettkampfs eines Besseren belehren. Schon beim ersten Start kamen die Jungs der B-Jugend im vorderen Feld zur ersten Wechselszone. Nach 2km Laufen standen 11km auf einer selektiven Radstrecke auf dem Programm. Nachdem sich zwei Fahrer abgesetzt hatten, kamen sowohl Philipp Schwarzer als auch Aidan Mannion (beide TuS Ahrweiler) in der Verfolgergruppe zum zweiten Wechsel. Kolja Rüb von der RSG Montabaur folgte eine Gruppe später. Nach dem abschließenden Lauf über 1km kam Philipp als Fünfter mit einer knappen Minute Rückstand auf den Sieger ins Ziel. Aidan hatte auf dem Rad zu viele Körner bei der Nachführarbeit gelassen und kam eine weitere Minute später als 15. ins Ziel. Mit Koljas 21. Platz sicherte sich das Team des RTV in der Mannschaftswertung die Bronzemedaille. Bei den A-Jugendlichen ging Florian Bußmann vom TuS Ahrweiler über 5km Laufen, 21km Radfahren und 2km Laufen ohne mannschaftliche Unterstützung an den Start. Im hochkarätigen Starterfeld belegte er am Ende Rang 20. Das stärkste Ergebnis lieferten am Ende die Mädels ab. Nach 2019 sicherte sich Rebecca Bierbrauer (Tri Post Trier) in souveräner Art und Weise zum zweiten Mal den Titel der Deutschen Meisterin im Duathlon mit einem Vorsprung von über sieben Minuten auf die Zweitplatzierte. Schon beim ersten Lauf lief sie einsam an der Spitze und kam mit fast zwei Minuten auf die Verfolgerinnen in die Wechselzone. Auf dem Rad fuhr sie alleine vorneweg, nach dem zweiten Wechsel lief sie das Rennen dann kontrolliert zu Ende. „Nach dem Trainingslager stimmt jetzt auch die Form auf dem Rad“, verriet die frisch gebackene Meisterin das Geheimnis ihres Erfolgs, nachdem schon von Beginn an sicher war, dass niemand ihr beim Laufen folgen konnte. Im gleichen Rennen waren auch die A-Jugendlichen am Start. Mit einem sensationellen Rennen verblüffte Leonie Reichel (RSG Montabaur) nicht nur sich selbst, sondern auch alle mitgereisten Trainer und Betreuer. Nach einem perfekten ersten Wechsel nach dem Laufen fuhr sie in einer dreiköpfigen Verfolgergruppe auf dem Rad. Mit dem schnellsten zweiten Wechsel setzte sie sich sofort von ihren Konkurrentinnen ab, hielt den Vorsprung und lief als Zweite der A-Jugend ins Ziel. „Deutsche Vizemeisterin im Duathlon, unglaublich“, konnte die Athletin im Ziel noch kaum fassen, was sie geleistet hatte. Und es sollte noch ein weiterer Titel folgen. Mit Emily Jürgens (RSG Montabaur) auf Platz 5 und Lynn Bandmann (TuS Ahrweiler) auf Rang 8 sprang am Ende der Deutsche Mannschaftsmeistertitel für den RTV heraus. Nach zwei schwierigen Jahren, die corona-bedingt insbesondere für die Athleten*innen in Rheinland-Pfalz entbehrungsreich waren, macht die Meisterschaft in Halle Hoffnung auf weitere gute Resultate. „Die Motivation stimmt, in den kommenden Wochen müssen wir den Schwerpunkt aufs Schwimmen legen“ lautete das Fazit von Landestrainer Gerd Uhren, der auf eine baldige Öffnung der Freibäder in RLP hofft, um zusätzliche Trainingsmöglichkeiten in der ersten Disziplin zu ermöglichen.

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